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News & Stories aus dem Labor
08.04.2020

Übersicht lokaler Online-Marktplätze der Partnerkommunen

Foto: mymemo, Adobe Stock

Corona-Krise zwingt Händler zum Umdenken

Die Corona-Krise zwingt die lokalen Innenstadtakteure, wie Einzelhändler oder Gastronomen, in der digitalen Fußgängerzone sichtbar zu sein und dort ihre Produkte und Leistungen online anzubieten. Vor Corona sah das in Südwestfalen noch anders aus. Eine Studie vom Competence Center E-Commerce (CCEC) im Rahmen des EU-geförderten Projektes Einzelhandelslabor Südwestfalen kam zu dem Ergebnis, dass zwar 48% der lokalen Einzelhändler das Internet für ihren Wareneinkauf nutzen, aber nur jeder fünfte Händler seine Produkte über Drittanbieterplattformen online anbietet. Ein eigener Online-Shop wird von 13% aktiv betrieben. Während 80% der Händler gegenüber den großen Anbietern, wie z. B. Amazon, Ebay oder Hitmeister skeptisch gegenüber standen, war das Interesse an lokalen Online-Marktplätze mit 60% hingegen relativ groß. Neben Zeitmangel, fehlendem Know-how, Angst vor der Herausforderung gab es einen entscheidenden Grund, warum der lokale Einzelhändler nicht die Vorteile des Internets nutzen wollte: nur 12% der befragten Händler spürten einen Druck seitens ihrer Kunden, ihr Angebot auch online zu kommunizieren und bereitzustellen. Dieser Faktor hat sich seit Corona extrem verändert. Jetzt ist der Druck existenzbedrohend. Aktuell ist das Internet der einzige Weg zu zeigen: „Ich bin noch für Euch da. Ihr könnt immer noch bei mir kaufen – nur anders.“

Viele Einzelhändler und andere Akteure in der Region nutzen nun das Angebot Ihrer Kommunen, auf lokalen Shoppingplattformen präsent zu sein. Die Konsumenten und Unternehmen in der Region danken es ihnen: zwischen Kunde und lokalem Einzelhandel sind die Lieferzeiten deutlich kürzer und die Solidarität der Bürger sorgt dafür, dass der Lieblingsladen um die Ecke die schwere Krise überstehen könnte.

Übersicht lokaler Onlinemarktplätze in den Partnerkommunen

In der gesamten Region Südwestfalen sticht die Kreativität der Innenstadtakteure und Kommunen heraus, die nach Lösungen suchen, um alle Beteiligten positiv aus der Krise herauszuführen. Ob Shoppingplattformen, Onlinemarktplätze oder Gutscheinverkäufe – eine Übersicht der Angebote unserer Partnerkommunen haben wir nach Region gesplittet zum Download zusammengestellt (Stand 3. April 2020):

Kreis Soest (Bad Sassendorf, Geseke, Lippstadt, Soest, Warstein, Werl)

Hochsauerlandkreis (Arnsberg(-Neheim), Medebach, Meschede, Sundern, Winterberg)

Märkischer Kreis (Altena, Balve, Hemer, Iserlohn, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Menden, Werdohl)

Ennepe-Ruhr-Kreis (Gevelsberg, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter) und Hagen

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Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.